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ITB infoservice 04/2022
Berichterstattung zur Forschungs-, Bildungs-, Technologie- und Innovationspolitik weltweit
21. April 2022

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

die Verabschiedung des Haushalts in den Vereinigten Staaten signalisiert grünes Licht für zahlreiche Budgetzuwächse und die Gründung der neuen Fördereinrichtung Advanced Research Projects Agency for Health (ARPA-H). Allerdings konnte Präsident Biden seine Vorstellungen zu großzügigen Zuwächsen nicht in vollem Umfang durchsetzen und musste in den Verhandlungen mit dem Kongress Abstriche in Kauf nehmen. In Großbritannien sollen ebenfalls mehr Mittel in Forschung und Entwicklung (FuE) fließen. Für das Jahr 2027 ist die Zielmarke ein Anteil von 2,4 Prozent am Bruttoinlandsprodukt. Zwei neue britische Strategien wurden jetzt vorgelegt: Die Strategie für Energiesicherheit legt den Schwerpunkt auf die Entwicklung von Wasserstofftechnologien. Die neue Fünfjahresstrategie der Förderorganisation United Kingdom Research and Innovation (UKRI) zielt unter anderem darauf ab, die Anziehungskraft des Landes für exzellente ausländische Forschende zu erhöhen.

Die Assoziierung Großbritanniens mit dem EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation Horizont Europa (2021-27) stockt derweil weiterhin. Vor diesem Hintergrund dehnt die britische Regierung ihre Garantiezusage für die Finanzierung britischer Einrichtungen auf zahlreiche neue Bekanntmachungen unter Horizont Europa aus. Währenddessen hat Tunesien als erstes afrikanisches und arabisches Land ein Assoziierungsabkommen mit Horizont Europa abgeschlossen.

Auf den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen die Ukraine hat die europäische Wissenschaftsgemeinschaft entschieden reagiert. In vielen europäischen Staaten wurden laufende und geplante Maßnahmen mit staatlichen Stellen in Russland eingefroren oder kritisch überprüft. Nachdem die Europäische Kommission zunächst die Projektförderung an russische Institutionen unter den Rahmenprogrammen für Forschung und Innovation (Horizont 2020, Horizont Europa) nur ausgesetzt hatte, wurde diese jetzt auch für laufende Projekte endgültig gestrichen.

Um die aus der Ukraine geflüchteten Studierenden und Forschenden zu unterstützen (siehe für einen Überblick die Länderseite Ukraine auf Kooperation international), wurden weltweit bereits zahlreiche Initiativen ins Leben gerufen. Die Polnische Akademie der Wissenschaften (PAN) hat inzwischen unter anderem Hilfe aus den USA erhalten, um der großen Nachfrage vor Ort besser gerecht zu werden. Im Hinblick auf Langzeiteffekte ist es gerade aus ukrainischer Sicht sehr wichtig, dass die Geförderten weiterhin mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen der Ukraine verbunden bleiben. Auf diese Weise soll einer Abwanderung von Fachkräften („Brain Drain“) entgegengewirkt werden. Die neu gegründete Ukrainian Global University (UGU) hat sich ebenfalls diesem Ziel verschrieben. Sie vernetzt ukrainische Hochschulen mit Exzellenzuniversitäten weltweit. Die in diesem Netzwerk geförderten ukrainischen Studierenden und Forschenden sollen nach Abschluss von Ausbildung und Forschungsarbeiten in ihr Heimatland zurückkehren und so zum Wiederaufbau des Landes beitragen.

Wir wünschen Ihnen eine erkenntnisreiche Lektüre zu diesen und vielen anderen strategischen Entwicklungen in der internationalen Forschungs-, Bildungs-, Technologie- und Innovationspolitik, die wir in der vorliegenden Ausgabe für Sie ausgewählt und aufbereitet haben.

Ihre Sonja Bugdahn und Andreas Ratajczak

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Fachkräfte
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Förderung
FuE-Infrastruktur
Innovation und Transfer
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Wirtschaft und Märkte
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Der ITB infoservice berichtet monatlich über strategische Entwicklungen in der internationalen Forschungs-, Bildungs-, Technologie- und Innovationspolitik weltweit und ist eine wichtige Quelle für Entscheidungsträger in Politik, Wissenschaft und Forschung. Die einzelnen Meldungen werden ergänzt durch wertvolle Hintergrundinformationen, Kontextwissen sowie Verweise auf die Originaldokumente. Besondere Schwerpunktausgaben berichten fokussiert über ein aktuelles Thema oder eine Region.


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Erscheinungsweise

monatlich online bei Kooperation international (Archiv)
ISSN 1869-9596

Die Informationen werden im Einzelfall zur Wahrung der Aktualität in der Originalsprache der Quelle wiedergegeben.

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