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ITB infoservice 02/2021
Berichterstattung zur Forschungs-, Bildungs-, Technologie- und Innovationspolitik weltweit
18. Februar 2021

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

die EU-Forschungskommissarin Mariya Gabriel hat zum offiziellen Start des Rahmenprogramms für Forschung und Innovation Horizont Europa (2021 bis 2027) einen neuen Pakt für Forschung und Innovation vorgeschlagen. Dieser soll die regionalen, nationalen und europäischen Investitionen angleichen und Horizont Europa in den größeren politischen Rahmen eines neuen europäischen Forschungsraums stellen. Auch unter Horizont Europa wird es Partnerschaften geben, bei denen Fördermittel von nationalen staatlichen oder privaten Akteuren mit EU-Fördermitteln zusammengeführt werden. Allerdings werden die Europäischen Partnerschaften neuen Regeln unterworfen und ihre Anzahl wird von 120 unter Horizont 2020 auf 49 unter Horizont Europa deutlich reduziert. So wird es dann beispielsweise nur noch eine Europäische Partnerschaft für die Energiewende geben statt wie bisher getrennte ERA-NETs für Bio-, Meeres-, Sonnen- und Windenergie. Förderbekanntmachungen von Partnerschaften, an denen deutsche Ministerien beteiligt sind, können Sie auf unserer neuen Seite zur Europäischen Union auf Kooperation international einsehen.

Die Themen Wasserstoff und Erneuerbare Energien sind seit dem letzten Jahr auch auf europäischer Ebene eng miteinander verknüpft, um langfristige Klimaziele zu erreichen. Zu den innovativen Projekten mit europäischer Förderung zählt beispielsweise die Integration von Elektrolyseuren in Windturbinen, um mit Hilfe von Meereswasser „Offshore-Wasserstoff“ zu produzieren. Zahlreiche Länder rund um den Globus haben eigene nationale Wasserstoff-Strategien angenommen. Australien hat sich dadurch als künftiger Wasserstofferzeuger und -exporteur positioniert. Nun sollen Fördermittel die australische Kompetenz vor Ort entlang der gesamten Wertschöpfungskette aufbauen, das heißt von der Erzeugung, Speicherung und dem Transport bis hin zur Nutzung von Wasserstoff durch Brennstoffzellenfahrzeuge. Mit unserer neuen Themenseite zu Wasserstoff und Erneuerbaren Energien ermöglichen wir Ihnen, zu dieser komplexen Thematik immer auf dem Laufenden zu bleiben.

Australien gehört auch zu den Ländern, die der angelsächsischen Tradition folgend, Lehre und Forschung an Hochschulen teilweise über Studiengebühren finanzieren. Die Abwesenheit internationaler Studierender und der Wegfall von Gebühren infolge von COVID-19 hat das Land hart getroffen. Eine Reihe von Hochschulstellen musste 2020 gestrichen werden und für 2021 wird mit weiteren Verlusten gerechnet. Die australische Regierung bemüht sich, zumindest für die Forschung an den Hochschulen eine Ersatzfinanzierung bereitzustellen.

Einen Einschnitt stellt COVID-19 auch für Frankreich dar, insbesondere nachdem die Entwicklung und Produktion von Impfstoffen im Land zuletzt Rückschläge hinnehmen musste. Nach Aussagen des Forschungsministeriums hat der französische Arzneimittelsektor über Jahrzehnte an Boden verloren, 2017 habe die Regierung jedoch eine Wende eingeleitet. Der neu einberufene Strategische Rat für die Gesundheitswirtschaft 2021 soll nun dazu beitragen, Frankreich zur führenden und innovativsten europäischen Nation im Gesundheitssektor zu machen. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Förderung von jungen Unternehmen und einem verbesserten Marktzugang.

Wir wünschen Ihnen eine erkenntnisreiche Lektüre zu diesen und vielen anderen strategischen Entwicklungen in der internationalen Forschungs-, Bildungs-, Technologie- und Innovationspolitik, die wir in der vorliegenden Ausgabe für Sie ausgewählt und aufbereitet haben.

Ihre Sonja Bugdahn und Andreas Ratajczak

Länder-/Regionenverzeichnis
Global / Multilateral
Europa / EU
Frankreich
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Kanada
Äthiopien
Australien
China
Dänemark
Estland
Indien
Irland
Österreich
Schweiz
Ungarn

Themenverzeichnis
Schlüsseltechnologien
Energie
Umwelt, Nachhaltigkeit
Lebenswissenschaften
Kommunikation, Digitalisierung
Geistes- und Sozialwissenschaften
Demografischer Wandel
Bildung und Hochschulen
Fachkräfte
Rahmenbedingungen
FuE-Budgets
Förderung
FuE-Infrastruktur
Innovation und Transfer
Kooperation Wissenschaft-Wirtschaft
KMU
Wirtschaft und Märkte
Indikatorik
Internationalisierung

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Über den ITB infoservice

Der ITB infoservice berichtet monatlich über strategische Entwicklungen in der internationalen Forschungs-, Bildungs-, Technologie- und Innovationspolitik weltweit und ist eine wichtige Quelle für Entscheidungsträger in Politik, Wissenschaft und Forschung. Die einzelnen Meldungen werden ergänzt durch wertvolle Hintergrundinformationen, Kontextwissen sowie Verweise auf die Originaldokumente. Besondere Schwerpunktausgaben berichten fokussiert über ein aktuelles Thema oder eine Region.


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Dr. Sonja Bugdahn (Länderkoordination)
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Erscheinungsweise

monatlich online bei Kooperation international (Archiv)
ISSN 1869-9596

Die Informationen werden im Einzelfall zur Wahrung der Aktualität in der Originalsprache der Quelle wiedergegeben.

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